Power-Blackout - eine Katastrophe?

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Blackout- bei uns in Österreich?

Österreich ist glücklichwerweise nicht oft von Stromausfällen betroffen, da wir durch unsere heimische Wasserkraft und ein gut ausgebautes Stromnetz normalerweise wenig zu befürchten haben. Im internationalen Ranking befindet sich Österreich unter den besten 10 Ländern. Stromausfall ist keine Katastrophe, vor allem nicht wenn er nicht länger als einige Stunden dauert.

Ö1- 3.2.2013 Wenn der Strom ausfällt

Blackout-das Buch

Warum machen wir uns Sorgen?
Die Fachleute der "Austrian Power Grid" schlagen Alarm, dass wir zunehmend in den letzten 12 Monaten durch die von aussen hereingetragenen Lastprobleme der Nachbarländer Italien, Deutschland, Frankreich u.s.w. knapp an großflächigen Blackouts vorbeigeschrammt sind. Diese Blackouts die durch Überlast und darauf folgende Lastabschaltungen verursacht werden, könnten tagelang andauern, da sich die Wiederherstellung des Netzes bis zu den Endverbrauchern als sehr langwierig erweisen würde.

Wir sitzen alle ganz schön in der Tinte, wenn der elektrische Strom länger als 12 Stunden ausfallen sollte. Der Katastrophenschutz (Landessache) hat einen Power Blackout erst seit Mitte 2012 in der Liste der Katastrophen für die sich der Staat und Behörden mit einem Plan wappnen müssen.

Ganz entscheidend dabei ist das Fehlen einer Notstromversorgung von stretegisch ausgewählten Tankstellen, die ja alle sofort ab Stromausfall nicht mehr funktionieren und daher auch die Betankung von Notstromanlagen unmöglich machen. Auch Einsatzfahrzeuge, Telekommunikation, Geld- und Lebensmittelversorgung laufen sich tot. Treibstoffvorräte, soweit deren Lagerung überhaupt gestattet ist, sind in 24 Stunden rasch aufgebraucht. Auch eine Notfallplanung mit der Wirtschaft und Bevölkerung fehlt noch.

Hier kannst Du Dich informieren und mit uns etwas Wind für die Sache machen. Es geht um UNS- und unser Leben! Also ein "Mailüfterl" wird hier nicht reichen. Besonders Babies, Senioren , chronisch Kranke, Einsame, Behinderte wären unter den ersten Todesopfern. Ein Massensterben würde schon nach 2-3 Tagen grossflächigen Stromausfalls einsetzen.

Stromnetzausfall?  Wie wahrscheinlich ist das?

Bei Netzausfall versuchen die Netzbetreiber möglichst bald die Stromversorgung der betroffenen Gebiete wieder herzustellen. Das funktioniert meist auch innerhalb von Stunden. Wenn aber die betroffenen Gebiete zu groß werden, oder die Ursache nicht rasch durch Umschaltung behoben werden kann, zB. weil durch einen terroristischen Anschlag auf Strommasten, durch ein Erdbeben, ein Flutwelle oder durch Cyber-Kriminelle einige Vierteilzentren oder Kraftwerke auf einmal  lahm gelegt wurden, dann müssten wir einige Tage und vielleicht auch Wochen ohne Strom auskommen. Der Atomausstieg der BRD und vielleicht noch anderer Länder trägt auch nicht sehr zur Stabilisierung der Netze bei. Dazu kommt auch noch, dass Fernleitungen, die dringend wegen Netzausgleichs gebraucht werden, wegen Anrainerproteste nicht gebaut werden können.

Fakt ist, dass laut Experten die Wahrscheinlichkeit von länger andauernden Stromausfällen nicht fällt sondern über die letzten Jahre stark gestiegen ist- und weiter steigen wird.

Und was passiert bei einem flächendeckenden Stromausfall?

Alle Gebäude und Einrichtungen die nicht über Notstromaggregate verfügen, haben im betroffenen Gebiet keine Stromversorgung. Kühlschränke, Gefriertruhen, Lifte, Wasserpumpen, Fäkalienpumpen, Klkäranlagen, Aufzüge, Automatisch öffnende Türen, Alarmanlagen, Banktomaten, Supermarktkassen, Tankstellen sind bei Stromausfall sofort außer Betrieb.

Es funktionieren nur Akku/Batteriebetriebene Gräte, solange die Ladung hält.

Also kein normaler TV, Radio, kein Licht, kein PC, kein Internet, und nach einigen Stunden auch kein Telefon.

Mobiltelefone funktionieren solange, bis der Mast an dem sich das Handy einwählt Notstrom hat, da er aus der Batterie kommt, ist es nach 2-3 Stunden aus damit. Festnetztelefone die über Kabel direkt am Telfonstecker hängen, funktionieren solange, bis die Telefonzentrale keinen Notstrom mehr hat, spätestens nach 12 Stunden ist auch das Festnetz voraussichtlich tot.

Alle Mobilen Telefone im Haushalt die eine Funkbasis haben die am Netz hängt, sind sofort tot.

Kühlschränke und Gefriertruhen sind nach 8-10 Stunden am auftauen, der Inhalt muss dann entsorgt werden.

Laptops die voll geladen sind, laufen 2-6 Stunden, aber der Internetanschluß, je nach Provider wird entweder sofort oder nach 2-3 Stunden (Mobilnetz) tot sein.

Bei uns in Klosterneuburg ist bei Stromausfall bei den Handys nach ca. 2 Stunden nur noch "Notruf  absetzen" möglich, geschieht häufig, bei stärkeren Gewittern mit Stromausfall.

 

Die Wasserversorgung ist, wo keine Pumpen im Einsatz sind, weil gefällegesteuert, weiterhin in Betrieb. Heizungs-Pumpen, Boiler, Warmwasser und Solaranlagen können je nach Ausführung gleich- oder später außer Betrieb gehen. Abwasser ist, wo gefällegetrieben kein Problem, wo Fäkalpumpen im Einsatz sind, wird nicht mehr gepumpt, daher, keine Abflußmöglichkeit, hoffentlich halten die Rückstauventile, sonst kommt die Brühe der Nachbarn aus der Muschel. Die Gasversorgung wird wahrscheinlih am längsten in Betrieb sein, aber elektrische Zünder werden nicht funktionieren, Thermen wegen nicht funktionierender Steuerung und Pumpe nicht anspringen. Heizungen werden daher nicht mehr funktionieren.

Geschäfte werden, weil Kassen und Türen nicht mehr arbeiten, schließen müssen. Was man nicht zu Hause hat, gibt es nicht.

Tankstellen können sofort nach Stromausfall nichts mehr abgeben, die Pumpen, Kassen, Türen, Licht ist alles aus. Handbetrieb ist nicht möglich. Was nicht im Tank und Kanister ist, hat man nicht, kommt auch nicht.

Da die Büros auch keinen Strom haben, werden die Mitarbeiter nach Hause geschickt, außer der Betrieb hat Notstromaggregate im Einsatz. aber auch dann wird der Arbeitsplatz zur einsamen Insel, weil Telefone, Internet, e.t.c. nach einigen Stunden ausfallen.

Straßen und Plätze wären nach 1-2 Tagen durch liegen gebliebene Fahrzeuge blockiert, der öffentliche Straßenbahn, Zug-  U-Bahn und Flugverkehr wäre nach 24 Stunden  lahm gelegt.

Die Einsatzkräfte?

Freiwillige Feuerwehr, Rettungszentralen, Krankenhäuser, Ambulanzen, Polizeizentralen haben Notstromaggregate, müssten daher, solange der Treibstoff/Diesel reicht, autark arbeiten können. Die Notfall- Funknetzte laufen weiter, weil akkubetrieben. Der Kritische Punkt ist hier die Verfügbarkeit von Treibstoff.

Wenn die Noteinsatzkräfte inklusive Bundesheer Sprit haben, werden sie einsatzbereit bleiben und in den Fahrzeugen Ihre Akkus nachladen können. Man sagt mir aber, dass keine größeren Treibstoffreserven in den Gebäuden gelagert sind, daher, leider auch hier, nach 3 Tagen steht alles still- auch der Notfunk kann nicht mehr weiter betrieben werden.

Da auch das Bundesheer die Handpumpen für Treibstoff Zug um Zug gegen elektrisch betriebene ersetzt hat, ist auch von da keine Hilfe zu erwarten.

Damit besteht auch keine Möglichkeit, die Bevölkerung mit Wasser, Lebensmittel zu versorgen und auch Verstorbene können nicht mehr abtransportiert werden.
Bei der ersten niederösterreichischen Katastrophenschutztagung "Blackout" am 14.11.2012 in Tulln wurde  ertsmals untersucht wie die Einsatzkräfte betankt werden könnten. Teilweise gibt es regionale Lösungen, aber nicht flächendeckend. Das BM für Inneres wurde aufgefordert bundesweite Notfallpläne mit der Zuliederindustrie auszuarbeiten.

2015: Der Letzte Stand in niederösterreichischen Gemeinden ist schon verbessert, es gibt Not-Dieseltankmöglichkeit für Einsatzfahrzeuge in den gemeindeeigenen Fahrzeugdepots - wo und wieviele genau ist nicht bekannt. Weiters plant man die Errichtung von "Leuchttürmen" die bei Feurwehr- und Gemeindehäusern im Blackoutfall aufgestellt werden, mit Notstromversorgung, als Anlaufpunkt für die Bevölkerung.

Vorbildhafter erster Schritt seit 2016: Das Land Tirol hat 11 Asfinag- und Landeseigene Tankstellen mit Notstromaggregaten ausgerüstet- das ist mehr als in ganz Deutschland in Betrieb sind.

Was ist daraus zu schließen?

Der kritische Punkt in der langen Kette der Abhängigkeiten ist, nach Studie von Fachleuten, die Benzin- und Dieselversorgung. Wenn es gelingt in jeder größeren Gemeinde/Stadt notstromaggregatbetriebene Tankstellen einzurichten, (in Österreich insgesamt 600 wären nötig), dann wären ein bis zwei Wochen zu überstehen, je nach Lage insgesamt und Möglichkeit der Nachbefüllung der Tankstellentanks. Diese Zahl würde aber immer noch voraussetzen, dass nur Einsatzfahrzeuge, unbedingt nötige Lebensmittel-Wasser- Hilfstransporte, e.t.c. betankt werden, für die Normalbevölkerung ist wahrscheinlich ein Fahrverbot trotzdem nötig.

Um die zu versorgen müsste man jede zweite, das wären angeblich 15.000 Tankstellen in Österreich, mit Notstromaggregaten ausrüsten.

Warum geht das nicht mit den mobilen Notstrom-Geräten der Feuerwehr?

Mir wird gesagt, dass die meisten Notstromaggregate über die die Feuerwehr verfügt, eine Spannungsschwankung im Betrieb je nach Last abgeben, die Computer, Kassen, elektronisch/digitale Tankzapfsäulen sofort beschädigen würde. Es gibt dafür passende Geräte, die sind aber weder mobil noch in entsprechender Zahl verfügbar. Die niederösterreichischen Feuwerwehren haben 2012 Ihre Bestände durchforstet, Aggregate nachgekauft und sind für Notfalleinsätze gerüstet, können aber nicht flächendeckend Tankstellen mit Notstrom versorgen.

Warum gibt es dafür keinen Notfallplan?

Weil der Katastrophenschutz in Österreich eine länger dauernde Blackoutphase erst seit 2012 in Betracht zieht, gibt es dafür keine fertigen, bundesweiten Notfallpläne. Der Ball wird zwischen den Ministerien für Inneres, Verteidigung, Handel/Wirtschaft hin und hergeschoben, eine Projektgruppe ist geplant, aber aus Mangel an Zeit und Interesse noch nicht einmal zusammengetreten.

Dies soll bis Mitte 2013 aber erledigt sein..wird uns gesagt, unter Federführung des BM für Inneres.

Was kann man tun?

Private Vorsorge- Wasser, Nahrungsmittel, Notstromaggregat, Benzinkanister-wo möglich und erlaubt, Medikamente, Akkus und Solarladegeräte, Batterien, Fahrräder- Moped, Gemüsegarten, Brunnenwasser, Feldklo, Gaskocher mit Propangasversorgung.......

Und bei Bürgermeistern, Abgeordneten und Landtag, ÖMV  die Telefone und e-mail Boxen mit Anfragen zu dem Thema bombardieren, bis sich was tut. Leider geht's in Österreich nicht anders. Unterstützung der Medien wäre natürlich super !!!

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